CD-Rezensionen

I LOVE JAZZ

"Diese Wiederentdeckung wird - wie schon bei Boettchers preisgekrönten Filmsoundtrack von 2011 SING! INGE, SING! - Fans der Sängerin wie auch Kenner der deutschen Jazzszene begeistern. (Detlef A. Ott, Just For Swing Gazette, Juni 2019)

"Wer sich für die Geschichte des deutschen Jazz interessiert, kommt an dieser Disc nicht vorbei!" (Werner Stiefele, Rondo, 1.6.2019)

"Von uns bekommt das so ambitionierte wie gelungene Album das Musenblätter-Prädikat, den Musenkuß. Unsere Schallplatte des Monats." (Frank Becker, Musenblätter - das unabhängige Kulturmagazin, 31. Mai 2019)

"Diese CD unterstreicht  einmal mehr, dass Inge Brandenburg eine exzellente Jazz Sängerin war, die auch heute noch das Anhören lohnt. Wie passend, dass sie die CD mit „I Love Jazz“ abschließt." (Hans-Bernd Kittlaus, Jazzpodium, 1.6.2019)

"Der Erfolg des Dokumentarfilms "Sing! Inge, sing!", der gleichnamigen CD und der gleichnamigen Biografie von Marc Boettcher, brachten Inge posthum Preise und Platzierungen in den Jazz-Charts ein. Unter dem Titel "I Love Jazz" hat er zum 20. Todestag und 90. Geburtstag nun eine neue CD mit 18 herrlichen, bislang unveröffentlichten Fundstücken der Jahre 1959-1971 herausgebracht, die eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie in der Tat die First Lady des deutschen Jazzgesangs war: Wer sonst konnte wie sie blue notes so herrlich schräg und berührend platzieren ("Was weißt Du von Liebe") oder in wenigen Takten so eine Fülle von Klangfarben hervorbringen ("Summertime")? Wer besaß dieses unerhört raffinierte time feeling, diese Ausdruckskraft, die uns Schauer über den Rücken jagt ("Round Midnight")..." (Marcus Woelfle, NMZ, 1. Juni 2019)

"Die 18 Songs auf diesem Album sind eine große Reminiszenz an Inge Brandenburg und eine unterhaltsame und beeindruckende Zusammenstellung einer fast vergessenen unglaublichen Jazz-Sängerin aus Deutschland. Die Bands und die Arrangeure sind die besten, die man in dieser Zeit finden konnte, und so ist dieses Album auch eine großartige Retrospektive der deutschen Big-Band-Musik.
Ein besonderer Dank gilt auch Marc Boettcher und Patrick Römer, die das Material gesammelt, analysiert, ausgewählt und so poliert haben, dass der Geist dieser Zeit und die Klangvorstellungen von heute gut miteinander verschmelzen.
Dieses Album ist eine perfekte Kombination aus Vocal Jazz und Big Band Musik und wenn Sie das genießen, werden Sie nicht enttäuscht sein. Für alle nicht deutschsprachigen Leser ist es eine großartige Gelegenheit zu entdecken, dass es möglich ist, auf Deutsch zu swingen und zu grooven."
(Der Blog für USA, GB, I, DK und D Michaeljazzblog.com, 1.6.2
019)

"Sie war die beste Jazz-Vokalistin, die Deutschland im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat." (HR Kultur 2, Karmen Mikovic, Sendetermin 5.7.19, 22:30)

"Zu den bemerkenswerten Neuerscheinungen der Saison zählt ein Album mit historischen, mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen der Sängerin Inge Brandenburg vom Ende der fünfziger bis zum Anfang der siebziger Jahre. Nach dem Film, dem Buch und der CD "Sing, Inge, Sing" gibt das Album "I Love Jazz" nun weitere Einblicke in das facettenreiche Schaffen von Inge Brandenburg." (Bert Noglik, MDR Kultur)

Eine längst überfällige Wiederentdeckung! Was für eine Stimme, was für ein Gefühl für den Jazz, was für schöne Songs. Was für eine Frau! I Love Jazz ist eine wirklich schöne Zusammenstellung!"   (Daniella Baumeister, hr2 Kultur)

"Ein fantastisches Album, das trotz der Heterogenität der einzelnen Stücke rundum begeistert - und beweist, dass die damalige Plattenindustriee teilweise noch doofer war als das Publikum!!!" (About Jazz, Willy Theobald)

"Wenn Musik die Seele berührt, dann mit diesen Titeln zwischen A Taste Of Honey und I Love Jazz." (Frank Keil, Stadtecho Bamberg)

"Eine Album mit Standards. Die lassen so manche Kollegen heute alt aussehen." (Detlef Kinsler, Journal Frankfurt)

"Das Album der Woche! - Eine schöne Gelegenheit, diese völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Künstlerin und Persönlichkeit wiederzuentdecken!" (Ulrike Kukula, hr2 kultur)

Marc Boettcher und Patrick Römer ist dafür zu danken, dass hervorragende Aufnahmen des deutschen Jazz nicht in den Tiefen von Archiven verschwunden sind. Ein liebevoll gemachtes Booklet rundet die CD ab. Ich lege den Lesern des Newsletters der XING-Gruppe Jazz die CD wärmstens ans Herz. (Klaus Huckert, Musikjournalist aus Saarbrücken, 25. Mai 2019)

"Ob sie den Glauben an die Liebe noch hatte, ist nicht bekannt, auch nicht, ob sie an den breiten Erfolg ihres Jazzgesanges glaubte, aber der Glaube an den Jazz als eine Kunstform, die das Leben in all seinen Facetten auszudrücken vermag, den hatte Inge Brandenburg sicherlich. Denn dies ist hier unüberhörbar dokumentiert." (Cosmo Scharmer, Jazz Fun)

"Die wiederentdeckten 18 Songs sind wertvoll. Sie zeigen pur die Bandbreite Inge Brandenburgs. Sie offenbaren aber auch die Spannung, unter der ihr Schaffen stand. Hier der deutsche Schlager, dort die Weiterentwicklung des Jazz. Umso wertvoller sind diese Songs, in denen sie gurrt, schnarrt, in schwindelerregendem Tempo durch Höhen und Tiefen sowohl stimmlich als auch emotional wechselt. Die beiden letzten Songs sind die beiden Pole, zwischen denen sie gelebt hat. Sie schreibt den Text "Das Riesenrad", in dem sie melancholisch beschreibt, wie sie zwischen den Höhen des Erfolgs und menschlichen Enttäuschungen auf und ab rollt. Ihr Lebenselixier besingt sie jubelnd in "I love Jazz". Wer diesen Song zum Abschluss hört, glaubt ihr sofort.
Mit "I love Jazz" erleben die, die schon von der Dokumentation über sie und ihrer Biografie "Sing! Inge, Sing!" beeindruckt waren, noch einmal die Essenz ihrer Kunst. Hier spricht, beziehungsweise singt nur sie. Ein tolles Geschenk zu ihrem 90sten Geburtstag. Das liebevoll gestaltete CD-Cover und das ausführliche Booklet sind in der Ästhetik ihres Erfolgshochs in den 60er Jahren gestaltet. Bleibt nur zu hoffen, dass es jüngere JazzfreundInnen nicht vom Kauf abhält, denn ihre Songs sind nicht nur Zeitdokumente, sondern zeitlos gut." (Ahima Beerlage, AVIVA- Magazin für Frauen, 20.6.19)

 

SING! INGE, SING!

"Sobald Inge Brandenburg singt, wird’s magisch." (phenomenelle, Ulrike Anhamm, 20.09.2012)

Fantastisch - kann man da nur jubeln: Von Jazzstandards ("All of me") bis zu Chansons ("Je ne regriette rien") sind hier fast nur Musikperlen versammelt. Viele Aufnahmen dieses exzellenten Albums brauchen keinen Vergleich zu Einspielungen von US-Stars wie Anita O'Day bis Peggy Lee zu scheuen. (Willy Theobald, Financial Times, 08.01.2012)

"Ein Höhepunkt deutschen Jazzgesangs! – Made in Germany, man mag’s kaum glauben." (Viktor Rotthaler, br-online, Radio Bayern)

„Was man auf dieser CD hört, ist eine Jahrhundertstimme, die im Vergleich jeden berühmten Namen (und das ist international gemeint) verblassen lässt. Diese Stimme hat alles – Kindlichkeit und Verruchtheit, Schwärze und Brillanz, Sehnsucht und Lebenserfahrung.“ (Frank Bongers, Jazzdimensions, 07.11.2011)

„Am besten beschreibt der Konzertveranstalter Fritz Rau die Wirkung ihrer Stimme: Sie hat meine Seele berührt.“ (Christian Schröder, Der Tagesspiegel, 25.10.2011)

„Eine wunderbar intensive, emotionale Stimme, die in Facetten an Ella Fitzgerald erinnert und doch ganz eigen ist. Man spürt – Inge Brandenburg lebt und fühlt die Songs. Sie war eine Ausnahmekünstlerin, die auch heute noch Staunen lässt.“ (Petra Schwertfechter, Radio Bremen, 19.10.2011)

„Ein überfälliger Tribut an diese verschollene Künstlerin. Sie besaß neben mitreißender Swing-Power auch stets diese Bittersüße im Ausdruck, die große Jazzstimmer aus und unsterblich macht.“ (Guido Fischer, Sono, November 2011)

„Ein Mittel gegen das Vergessen einer großen Stimme könnte die neue CD Sing! Inge, Sing! sein. (Jörg Heyd, WDR 3, 03.11.2011)

„Mit den Stücken der CD kann man diese für Momente glanzvolle, doch darum herum sehr traurige Geschichte musikalisch nach und nach abschreiten. Da sind Klassiker wie Secret Love, Moonglow, Cheek To Cheek und All Of Me, deren Töne Inge Brandenburg mit fein modulierter Stimme zum Zerschmelzen brachte; da ist die deutsche Übersetzung des Musical-Hits Over The Rainbow, den sie trotz sperriger Textfassung verblüffend elegant sang. Die Stimme Inge Brandenburgs klingt bei weitem nicht immer gleich. Warm timbriert und von schöner Fülle in manchen frühen Aufnahmen, mit einer Ästhetik, die an eine deutsche Sarah Vaughan erinnern könnte: etwas flacher, fast niedlicher Mitte der Sechziger, mit kratzigen Effekten, die eher der Cat Woman Eartha Kitt abgelauscht klingen, und von angerauter Zerbrechlichkeit 1971 in ihrem anspruchsvollen Schlagerversuch mit eigenem Text Morgen kann es vielleicht schon zu spät sein. Gerade dieses späte Stück lädt zum Immer-wieder-Hören – und zum Nachsinnen – ein. Denn diese Aufnahme macht klar, warum Inge Brandenburgs Stimme für Schlager- und Show-Geschäft nicht taugte: Sie glitzerte nicht, bot keinen schönen Schein in trällerndem Gefunkel. Es war eine Stimme, die schon sehr früh vom Leben gezeichnet war. Und die gerade heute, in der Rückschau, mehr vom Leben spricht als viele aalglatte andere. (Roland Spiegel, BR-Klassik, 28.10.2011)

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